Freitag, 27. Mai 2011
Sowas passiert mir nicht ...
kidbrash, 17:52h
„Mama, ich bin 19 Jahre alt. Da bekommt man doch keine Leukämie“, sagte ich und lachte. „Du musst nicht immer gleich ans Schlimmste denken.“
Dass ich mich wirklich schlecht fühlte verschwieg ich natürlich. Doch wer denkt denn schon an Leukämie? Schmerzen in den Knochen – das hat doch sicherlich jeder mal. Und dass die Augenränder von Tag zu dunkler werden lag sicherlich nur am Spiegel …
War es Naivität? Sowas passiert mir nicht, dachte ich. Sowas passiert immer nur anderen. Flugzeuge können abstürzen. Doch nur wenige haben Angst davor selbst in einem solchen zu sitzen.
Als ich am Dienstag, den 9. November aufstand wusste ich noch nicht, dass nun die wohl intensivsten, emotionalsten und schwersten Monate meines Lebens beginnen sollten.
Wie jeden Morgen fuhr ich in die Firma. Nach zwei Stunden hielt ich es nicht mehr aus. Die Schmerzen in den Knochen wurden immer extremer. Mir war schwindelig. Ich lehnte mich minütlich gegen die Wand und versuchte den Kopf wieder frei zu kriegen, doch mein Chef bemerkte schnell, dass es mir nicht gut ging und schickte mich nach Hause .
Mein Hausarzt schrieb mich für drei Tage krank und überwies mich an einen Orthopäden, da er selbst nichts feststellen konnte. Allerdings veranlasste er für den nächsten Morgen einen Bluttest.
Spritzen sind mir unsympathisch. Früher hat man ja wenigstens noch Gummibärchen vom Arzt bekommen, wenn man die Tortur über sich hat ergehen lassen. Aber ab einem gewissen Alter hört das anscheinend auf. Ich habe trotzdem nicht geweint …
Mir wurde gesagt ich solle wegen der Blutwerte einfach innerhalb der Woche vorbeikommen
„Pack deine Zahnbürste ein. Wir müssen sofort ins Krankenhaus!“, rief meine Mutter. „Dein Arzt hat angerufen. Mit deinem Blut stimmt was nicht!“
Es war schon spät, längst dunkel geworden. Wieso zum Teufel ruft ein Arzt einen um diese Zeit noch an? Als ob das nicht auch noch bis morgen hätte warten können. Aber was soll’s? Ich konnte mir schlimmeres vorstellen als eine nächtliche Fahrt durch Hamburg. Als ich die Altonaer Klinik betrat war mir noch nicht klar, dass ich sie erst an Heiligabend wieder verlassen werde und selbst das lediglich für wenige Stunden.
Dass ich mich wirklich schlecht fühlte verschwieg ich natürlich. Doch wer denkt denn schon an Leukämie? Schmerzen in den Knochen – das hat doch sicherlich jeder mal. Und dass die Augenränder von Tag zu dunkler werden lag sicherlich nur am Spiegel …
War es Naivität? Sowas passiert mir nicht, dachte ich. Sowas passiert immer nur anderen. Flugzeuge können abstürzen. Doch nur wenige haben Angst davor selbst in einem solchen zu sitzen.
Als ich am Dienstag, den 9. November aufstand wusste ich noch nicht, dass nun die wohl intensivsten, emotionalsten und schwersten Monate meines Lebens beginnen sollten.
Wie jeden Morgen fuhr ich in die Firma. Nach zwei Stunden hielt ich es nicht mehr aus. Die Schmerzen in den Knochen wurden immer extremer. Mir war schwindelig. Ich lehnte mich minütlich gegen die Wand und versuchte den Kopf wieder frei zu kriegen, doch mein Chef bemerkte schnell, dass es mir nicht gut ging und schickte mich nach Hause .
Mein Hausarzt schrieb mich für drei Tage krank und überwies mich an einen Orthopäden, da er selbst nichts feststellen konnte. Allerdings veranlasste er für den nächsten Morgen einen Bluttest.
Spritzen sind mir unsympathisch. Früher hat man ja wenigstens noch Gummibärchen vom Arzt bekommen, wenn man die Tortur über sich hat ergehen lassen. Aber ab einem gewissen Alter hört das anscheinend auf. Ich habe trotzdem nicht geweint …
Mir wurde gesagt ich solle wegen der Blutwerte einfach innerhalb der Woche vorbeikommen
„Pack deine Zahnbürste ein. Wir müssen sofort ins Krankenhaus!“, rief meine Mutter. „Dein Arzt hat angerufen. Mit deinem Blut stimmt was nicht!“
Es war schon spät, längst dunkel geworden. Wieso zum Teufel ruft ein Arzt einen um diese Zeit noch an? Als ob das nicht auch noch bis morgen hätte warten können. Aber was soll’s? Ich konnte mir schlimmeres vorstellen als eine nächtliche Fahrt durch Hamburg. Als ich die Altonaer Klinik betrat war mir noch nicht klar, dass ich sie erst an Heiligabend wieder verlassen werde und selbst das lediglich für wenige Stunden.
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